Geschwister von behinderten Kindern brauchen ihren eigen Raum, sie führen eigene Auseinandersetzungen.
Die Tatsache, ein behinderter Geschwisterkind zu haben, ist keine Indikation für eine Therapie, wohl eine Lebenssituation, die Begleitung braucht.
Die Geschwister von behinderten Kindern kennen ihre Fragestellungen; sie sind die Experten. Sie bestimmen die Themen, mit denen sie sich auseinandersetzen.
Geschwister von behinderten Kindern sollten sehen dürfen, was sie sehen und fühlen dürfen, was sie spüren. Sie müssen ihrer Wahrnehmung trauen können.
Eine Gruppe von ähnlich Betroffenen holt sie aus der Isolation, stärkt ihr Selbstbewusstsein.
Die Bedürfnisse der Kinder stehen dabei im Mittelpunkt, geben Orientierung all denen, die ihnen in ihrer Lebenssituation Angebote machen. Kein Thema sollte tabu sein.
Die Kinder und Jugendlichen sollen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestützt und unterstützt werden. Ihre Ich-Stärke sollte gefördert werden. (Ich-Schwächen bedürfen einer therapeutischen Begleitung)
Die Botschaften der Kinder müssen ernstgenommen werden.
In der Familie hat jeder das Recht auf seine eigene Entwicklung
Geschwister behinderter Kinder sind in ihrem Leben geprägt durch das Zusammenleben mit ihren behinderten Brüdern, behinderten Schwestern. Sie haben Zugänge zu Sinnfragen von Leben, die andere u.U. nicht erreichen. Es sind Menschen, die unserer Beachtung bedürfen.